литературный журнал

Berlin.Berega №1 (1/2015)

Diese Ausgabe beginnt mit zwei Gedichtsammlungen: die eine stammt von dem in Cottbus lebenden Jefim Jaroschewskij, einem der führenden Vertreter der Emigrantenpoesie, die andere von dem jungen Dmitrij Gritzkij aus Düren.

Der bekannte Prosaist Oleg Jurjew (Frankfurt a. M.), Autor dutzender Bücher, stellt ein Fragment seines Buches „von zeiten“ vor. Es handelt sich um kleine Erzählungen – Erinnerungen an die jüngste und fernere Vergangenheit, an Menschen, Städte und Zeitläufte.

Die Dramatikerin und Prosaistin Jekaterina Sadur (Berlin) stellt uns den Essay „Die Berliner Scherben“ sowie die Erzählung „Oktober und das Zwielicht verdichten sich langsam über Berlin“ vor: zwei wunderschöne, bildreiche, gefühlvolle und feinsinnige Meditationen über die Stadt, in der so viele Begegnungen und Trennungen stattfinden, so viele Hoffnungen und Enttäuschungen passieren.

Der bekannte Dichter und Musiker Alexander Delfinov (Berlin/Köln) bietet den Lesern eine Sammlung von MiniErzählungen unter dem Titel „Text, Drugs, Rock- n-Roll“. Delfinovs Definition zufolge handelt es sich um „Blitze und Gedächtnislücken eines Vierteljahrhunderts“. Der Autor schichtet seine Eindrücke vom Leben in Deutschland und Russland, stellt prägnante Betrachtungen an und liefert eine einwandfreie Diagnose der Epoche.

Es folgen zwei weitere Gedichtsammlungen. Mit ihrer Poesie konfrontieren uns die talentierten Autoren Yelena Inozemtseva und Anatolij Grinvald (beide Leipzig). Gedichte von Grinvald sind hier.

Die Moskauer Schriftstellerin Jewgenija Dobrowa, Verfasse rin von mehr als zehn Büchern, stellt ihre Sammlung „Die geknöpfte Luft“ vor. Sie hat sich mehrfach in Deutschland, und zwar in Berlin, aufgehalten. Es ist ihr gelungen, zahlreiche Beobachtungen, die sie dort gemacht hat, festzuhalten und niederzuschreiben. Sie erzählt auch, was sie in Polen gesehen hat, als sie dort wohnte.

Die junge Autorin Anna Nezhnaya (Greifswald) wartet mit einer spannenden Beobachtung auf, bei der es um das Berliner Leben geht. Die Protagonistin der Erzählung „Porzellan zum Berühren“ besuchte eine bemerkenswerte Ausstellung. Dort traf sie einen realen Berliner Patienten!

Die Abteilung „Übersetzungen“ enthält Gedichte von Georg Heym, Ricarda Huch, Hermann Hesse, Kurt Tucholsky und Theodor Fontane. Die ersten drei wurden von dem bekannten Literaten und Übersetzer Leonid Berdychevskyi (Berlin) übertragen, die beiden anderen („Augen der Großstadt“) von Anna Davidian (Norderstedt).

Grigorii Arosev, der Chefredakteur der Zeitschrift, hat die bekannte deutsche Schriftstellerin Alina Bronski (Berlin) interviewt. Bronski ist russischer Herkunft. Sie spricht über sich und ihren Schaffens weg in Deutschland. Anlass zu dem Interview war ihr neuer Roman „Baba Dunjas letzte Liebe“.

Katsiaryna Kryzhanouskaya, Journalistin aus Bonn, bespricht den Roman für „Berlin. Berega“. Ihre Besprechung trägt den Titel „Froh und schmissig über Tschernobil“. Darin versucht sie, dem interessanten, aber auch vielschichtigen Text Bronskis gerecht zu werden.

Der Altmeister der russischen Prosa Dr. Boris Chasanow aus München, der 1982 nach Deutschland übersiedelte, legt einen tiefgründigen und präzise formulierten Essay mit dem Titel „Uta oder die Fahrt von Deutschland nach Deutschland“ vor. Chasanow war Zeitzeuge der Wende, deshalb sind seine philosophisch geprägten Erinnerungen und Meditationen von leichter Melancholie und feiner Ironie durchzogen.

Dr. Mark Uralski, Publizist aus Brühl, schreibt in seinem Artikel über einige russische Schriftsteller, die Anfang des 20. Jahrhunderts im Ausland auftauchten. Es gab ein großes Problem: wie konnte man sich in einem fremden Land wiederfinden?

Dr. Elena Madden, Literaturwissenschaftlerin aus Berlin, erforscht die gegenwärtige russische Literatur in Deutschland, und zwar in Berlin. Die Grenze zwischen den Gattungen, Verbindungen und Tendenzen, die Perspektive der mündlichen und schriftlichen russischsprachigen Literatur in ihrem gesamten Verlauf – darum geht es in Elenas Beitrag.

Der bekannte Dramatiker Ilja Tschlaki (Berlin) stellt uns eine Szene seines Theaterstücks „Bilder aus der Provinz“ vor. Ein Telefongespräch: Er und sie. Er ruft die Zug-Hotline an. Sie antwortet. Der Dialog nimmt aber eine unerwartete Wendung. Wie wird er enden?

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